Buchvorstellung: Vom Bauhaus beflügelt. Menschen und Ideen an der HfG Ulm

Das Bauhaus, die 1919 in Weimar von Walter Gropius gegründete Hochschule, feiert kommendes Jahr 100. Jubiläum. Rechtzeitig erschien im Juli das unverzichtbare Lesebuch für Fans der Bauhaus-Bewegung und der später auf ihren Ideen gegründeten Hochschule für Gestaltung HfG Ulm. „Vom Bauhaus beflügelt“ erzählt die Geschichte erstmal aus dem Blickwinkel der Persönlichkeiten der Ulmer Hochschule – ihrer Gründer, der Studenten und Dozenten, von Besuchern, Fans und auch den Kritikern. Das Buch von Christiane Wachsmann vermittelt Einblicke und Eindrücke, die bislang einer breiteren Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt sind. Sie erzählt von den Anfängen, von der antifaschistischen Bewegung der Weißen Rose um die Geschwister Scholl, ohne die die Ulmer Schule undenkbar ist. Sie erzählt Geschichten und Anekdoten über Max Bill und Otl Aicher, über die Entwicklung der modernen industriellen Formgestaltung der Ulmer Schule, über die Revolution der 68er, die politischen und internen Entwicklungen und Streitigkeiten um die HfG und schließlich die Einstellung des Lehrbetriebs durch die Geschwister Scholl-Stiftung zum Jahresende 1968. Also auch eine Art Jubiläum: 50 Jahre nach dem Ende der legendären Hochschule für Gestaltung, ist dieses Buch auch ein interessantes und lehrreiches Stück Geschichtsschreibung.

Vom Bauhaus beflügelt. Menschen und Ideen an der Hochschule für Gestaltung Ulm. 

Autorin: Christiane Wachsmann Verlag: avedition, 296 Seiten Hardcover mit Lesebändchen,
35 s/w-Abbildungen, 29 Euro ISBN 978-3-89986-286-7